Planet Labs und Googles Pläne zu KI-Rechenzentren im All

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Die Retail Investor Perspektive auf den Planet Labs Conference Call vom 04.06.26

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von Klaus-Uwe Becker, 08.06.2026

Während des Conference Calls zum letzten Quartalsbericht von Planet Labs wurde William Marshall, Co-Founder und CEO von Planet Labs (PL), von zwei Analysten zum Stand der Dinge bei orbitalen KI-Rechenzentren befragt. An den Ausführungen des Planet Labs CEO finden wir die folgenden Aspekte bemerkenswert.

Zusammen mit Google erstellt Planet Labs eine frühe Tech-Demonstration zum Betrieb von KI-Rechenzentren im All. Dinge wie z.B. Inter-Satelliten-Verbindungen werden dabei getestet. Satelliten sollen in Formation fliegen und technische Aspekte wie Strahlung, Kühlung und Energieversorgung werden ebenfalls analysiert.

Laut Einschätzung von Marshall werden sich KI-Rechenzentren im All innerhalb von zehn Jahren aus finanzieller und ingenieurtechnischer Sicht lohnen. Es wird definitiv billiger sein, diese im Weltraum zu betreiben als auf der Erde.

Logo Planet Labs

Der CEO sieht PL gut aufgestellt. Schließlich hat man ja bereits hunderte von Satelliten gebaut. Zudem setzt das Unternehmen stark auf KI und hat auch bereits schnelle Computer, GPUs und Video-GPUs im Weltraum getestet.

Als besondere Herausforderungen betrachtet er, die Koordination der Bordcomputer, mit denen die einzelnen Satelliten ausgestattet werden sollen. Neben dem Vernetzungsproblem muss man sich jedoch auch der Herausforderung stellen, wie überschüssige Energie, die von den Rechenzentren produziert wird, abgestrahlt werden kann. Laut Marshall ist die Effizienz der Chips, aber nicht, wie viele annehmen, die Höhe der Startkosten als elementar wichtig anzusehen.

Mittel- bis langfristig betrachtet dürfte sich für Planet Labs damit ein neues  Geschäftsfeld eröffnen, ein Geschäftsfeld, das lukrativ sein dürfte und dazu noch über einen breiten Burggraben verfügt. Begeistert sind wir als Langzeitinvestoren auch über die Zusammenarbeit zwischen Google und Planet Labs.

Diese war aber durchaus vorhersehbar, weil Planet Labs aus Google Ventures hervorgegangen ist. Dass sich sowohl Google als auch Planet Labs auf dieses Moonshot-Projekt einlassen, finden wir klasse.

Unsere Plant Labs Position haben wir zu einem Durchschnittskurs von 2,62 USD bereits im Jahre 2024 gekauft. Zum Kaufzeitpunkt mussten wir uns mit der Frage auseinandersetzen, ob wir mit unserer Einschätzung des zukünftigen Potenzials von Planet Labs komplett daneben liegen oder Wall Street dies zum damaligen Zeitpunkt schlicht und einfach übersehen hat. Fehleinschätzungen von Wall Street zu identifizieren, ist nicht einfach und trägt auch ein gewisses Risiko in sich, weil man sich diametral gegen die Meinung der Masse positionieren muss. Beim überwiegenden Teil der Aktienbewertungen liegen Analysten und die Masse der Investoren und Experten in der Grundtendenz richtig.

Nicht nur in diesem Fall gelang es uns eindrucksvoll, von einer eklatanten Fehleinschätzung der Herde der Investoren zu profitieren und eine mittelgroße Position nahe am Tiefstkurs aufzubauen (1,67 USD April 2024). Wir sind so vermessen und wagen die Prognose, dass unsere Position mittel- bis langfristig um den Faktor 10 – 15 anwachsen dürfte. Im günstigsten Fall entspräche dies dann einer Position im Wert von knapp einer halben Million USD.

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Bulle: Artwork D. Mark

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Retail Investor – Klaus-Uwe Becker

Hinweis

Retail Investor ist im Besitz von Alphabet und Planet Labs Aktien.

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Klaus-Uwe Becker