Wie ein kleines Unternehmen sich strategisch geschickt einen Zukunftsmarkt sichert.
Teil 2
von Klaus-Uwe Becker, 22.04.2026
In eigener Sache
Der letzte Artikel über die jungen Space Companies fiel sehr umfangreich aus und war mit vielen interessanten Details gespickt. Eine ähnliche Tendenz zeichnete sich auch nach den ersten Recherchen für den nachfolgenden Artikel ab.
Die Informationsdichte zu verringern, um so einen leichter verdaulichen Text zu erstellen, war keine wirkliche Option, weil wir auch weiterhin versuchen möchten, der Komplexität der Materie gerecht zu werden. Das ist zumindest unser Anspruch.
Um trotzdem die Lesehemmschwelle zu reduzieren, haben wir uns entschlossen, uns erst einmal auf die wesentlichen Veränderungen zu konzentrieren, die die NASA vor einigen Wochen bekanntgegeben hat und uns dann nur mit einer Space Company zu befassen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass wir die übrigen Unternehmen nicht analysieren werden, sondern nur, dass dies etwas später, erfolgen wird.
Die NASA-Neuausrichtung vom 24.03.26
Am 24.03.26 hat Jared Isaacman, Ex-Astronaut und neuer von Trump inthronisierter NASA-Administrator, die strategische Neuausrichtung der Weltraumprogramme für die nächsten Jahre vorgestellt. Er setzte dabei ambitionierte, konkrete Ziele, definierte aber auch Zeiträume für die zukünftigen Artemis Missionen. Isaacman bekräftige die Absicht, eine permanente, bemannte Mondbasis zu errichten und alles Notwendige zu tun, um die führende US-amerikanische Position im Bereich der Weltraumforschung weiterhin sicher zu stellen. Die Pläne, eine Raumstation in den lunaren Orbit zu schicken, wurden auf eine Warteschleife geschickt. Priorität soll erst einmal der Aufbau einer Mondstation haben.
Für uns als Investoren ist ein weiterer angekündigter Paradigmen-Shift, der sich allerdings bereits auch schon vorher abgezeichnet hatte, von ganz erheblicher Bedeutung. Bei den zukünftigen Missionen will man sich ausschließlich auf externe, kommerzielle Technologien konzentrieren. Von der NASA geleitete Eigenentwicklungen, wie es bei dem aktuellen Space Launch System noch der Fall war, wird es aus Kostengründen zukünftig nicht mehr geben. Dieses System hatte zwar die Orion Raumkapsel erfolgreich auf den Kurs zum Mond gebracht, war aber auch extrem teuer geworden.
Der angekündigte Paradigmenwechsel wird einen Auftragsboom für alle Space Companies nach sich ziehen, die für die vielfältigen Missionen unersetzlich sind. Davon wird einerseits ein Schwergewicht wie SpaceX, das die erforderliche Raketentechnik zur Verfügung stellen wird, profitieren, aber auch die jungen Space Companies. Diese arbeiten wesentlich flexibler, schneller und vor allem kostengünstiger, als die meisten alten, etablierten Dickbauchschiffe mit ihrer schwerfälligen und kostentreibenden bürokratischen Maschinerie.
Das Orion-Raumschiff der NASA nimmt den Mond und die Erde in einem Bild auf, während die Artemis-II-Crew am sechsten Tag der Mission um 18:42 Uhr ET aufihrer Reise durch den tiefen Weltraum unterwegs ist. Die rechte Seite des Orion-Raumschiffs der NASA ist von der Sonne beleuchtet. Hinter ihm ist ein zunehmender Sichelmond sichtbar. Und dann ist auf der rechten Seite eine Sichel-Erde, winzig klein im Vergleich zum Mond zu sehen. Sie ist kurz davor, unter dem Horizont des Mondes zu verschwinden.
Die NASA-Pläne
Durch die Pläne der NASA zur Mondbesiedlung entstehen vollständig neue Wertschöpfungsketten. Diese verlaufen entlang der unterschiedlichen Schwerpunkte, die die NASA in den 3 Phasen ihres Mondprogrammes setzt.
Phase 1
Diese wird durch Verwendung kommerzielle Nutzlast Dienstleistungen dominiert. Also vom Transport von Technik, Astronauten und Infrastruktur zum Mond. Konkret bedeutet dies z.B. den Transport und Einsatz von Mondrovern, energieerzeugender Technik, wie z.B. Small Nuclear Reactors, Solarzellen, Kommunikations- und Navigationstechnologie in Form von Hardware und Software aber auch wissenschaftlicher Experimente.
Phase 2
Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines temporär bewohnbaren, lunaren Habitats, einer ersten Besiedlung des Mondes. Eine funktionierende, zuverlässige Logistik, eine auf menschliches Leben zugeschnittene Infrastruktur, die lunare Mobilität ermöglicht, sind dabei die elementaren Voraussetzungen zum Überleben und Forschen.
Phase 3
Das Etablieren langer, dauerhafter menschlicher Präsenz auf dem Mond ist das Hauptziel der finalen Phase. Die dazu erforderliche schwere Infrastruktur muss angeliefert und verbaut werden, um den Übergang von temporärem Aufenthalt zur dauerhaften Mondpräsenz von Menschen zu gewährleisten. Sogenannte Mehrzweck-Habitate sollen errichtet werden und geländegängige Nutzfahrzeuge eingesetzt werden. Ziel ist es, sich auf der Mondoberfläche zu bewegen und Dinge auch über größere Distanzen transportieren zu können. Dafür ist ein weiterer Ausbau der Infrastruktur notwendig.
Das Ganze wird natürlich von regelmäßig stattfindenden Raketenstarts begleitet, ausgestattet mit der erforderlichen Technik für Mondlandungen. Laut NASA ergibt sich dadurch die folgende Kadenz, der folgende Ablauf der Dinge:
Zumindest eine Mondlandung pro Jahr nach der Artemis III Mission in 2027. Die Artemis IV und V Missionen sind jeweils für 2028 vorgesehen. Danach sind Mondlandungen in sechsmonatigen Intervallen, mit zunehmender Tendenz und Projektreife geplant. Die NASA betont in ihren Ankündigungen ausdrücklich, nach Artemis V, sich schwerpunktmäßig auf kommerzielle, wiederverwendbare Hardware stützen zu wollen, um häufige und bezahlbare bemannte Mondmissionen durchführen zu können. Das würde bedeuten, dass die an den Missionen beteiligten Unternehmen in den Jahren von 2027 an, nochmals mit einem erheblichen Umsatzzuwachs rechnen dürfen, wenn denn die NASA-Planung erfolgreich umgesetzt werden kann.
Die Facetten der Wertschöpfungskette sind vielschichtiger, als man es auf den ersten Blick glauben könnte. Bei all diesen Überlegungen ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen des Golden Dome Projects – des Raketenabwehr-Systems von Trump – auf die junge Space Economy von uns hier ausgeblendet sind. Dieses Projekt hat mit einem Gesamtvolumen von ca. 175 Mrd. USD einen zusätzlichen, wirtschaftlich immens wichtigen Einfluss auf die Unternehmen aus dem Bereich der Space Technology.
Dieser Blick aus einem Fenster an Bord des SpaceX-Dragon-Raumschiffs zeigt das Leuchten der Aurora Australis über der Erdatmosphäre, während die Internationale Raumstation 270 Meilen über dem Indischen Ozean, genau südwestlich der Französischen Süd- und Antarktisgebiete, fliegt.
Wer profitiert?
Wenn man sich die drei Phasen zur Besiedlung des Mondes ansieht, die NASA definiert und inhaltlich gefüllt hat, bekommt man eine relativ genaue Vorstellung davon, welche Unternehmen davon profitieren könnten. Wir sind der festen Überzeugung, dass alle Space Companies, die wir in unserer kleinen Artikelserie besprechen, mehr oder weniger Profiteure sein werden. Wir sind zudem der Ansicht, dass hier neue große Unternehmen heranwachsen werden, die am Markt auch langfristig erfolgreich agieren werden. Die einzige Gefahr, die wir sehen, besteht in der Übernahme durch einen der etablierten großen Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen, wie z.B. Lockheed Martin, L3 Harris, RTX oder General Dynamics.
Intuitive Machines und die lunare Infrastruktur
Das in diesem Artikel im Mittelpunkt stehende US-amerikanische Unternehmen – Intuitive Machines – ist ein außergewöhnlich spannendes Unternehmen. Es verkauft nicht nur Hardware, sondern versucht, sich als Infrastrukturbetreiber der cislunaren Wirtschaft zu positionieren. Damit agiert es, ähnlich wie ein Telekom-, Logistik- und Plattformanbieter, allerdings für den Raum zwischen Erde und Mond.
Intuitive Machines baut strategisch gesehen etwas extrem Seltenes, etwas vollständig Neues auf, die Mond-Kommunikation sowie den Bereich der Monddienstleistungen. Dieses zukünftige Kommunikationsnetz repräsentiert einen potenziellen, natürlichen Monopolmarkt, mit erheblich höheren Burggräben ausgestattet, als z.B. einzelne Raumfahrzeuge oder Satelliten. Hohe Wechselkosten, Zertifizierungsvorteile, Standardisierung und Netzwerkeffekte stellen langfristige und wiederkehrende Einnahmen sicher.
Fazit: Intuitive Machines ist weit mehr als seine Lunar Lander, die bisher bei Mondmissionen eingesetzt wurden. Es ist strategisch erheblich spannender, als es auf den ersten Blick wirkt.
Untermauert wird dies dadurch, dass die NASA Intuitive Machines im Rahmen des Near Space Network / Communications and Navigation Services Programms für mehrjährige Aufträge ausgewählt halt.
Das genannte Volumen von bis zu 4,8 Mrd. USD ist ein sogenannter IDIQ-Vertrag (Indefinite Delivery / Indefinite Quantity). Das bedeutet zwar keinen garantierten Sofortumsatz. Es fixiert lediglich einen Maximalrahmen. Die NASA kann jedoch über Jahre einzelne Aufträge abrufen. Ein wesentlicher Aspekt besteht darin, wer mit einem derartigen Vertrag ausgestattet ist, ist strategisch im NASA-Beschaffungssystem verankert. Das ist oft wertvoller, als ein einzelner Festpreisauftrag.
Raketenstarts sind spektakulär, aber häufig projektbasiert und margenschwach. Kommunikationsinfrastruktur dagegen kann wiederkehrende Erlöse erzeugen. Diese resultieren aus den folgenden Komponenten: Datenrelais zwischen Mond und Erde, Navigation / Positioning rund um den Mond, Support für Lander, Rover und Astronauten. Aber auch priorisierte Datenkanäle für staatliche und kommerzielle Kunden und langfristige Serviceverträge sind mögliche Einnahmequellen.
Kurz gesagt, wer das Netz betreibt, verdient an jeder Mission.
Bei den Artemis I und II Missionen lief die Kommunikation überwiegend über NASAs eigenes Netzwerk – NASA Deep Space Network und Near Space Network. Ab Artemis III wird kommerzielle Mondkommunikation deutlich wichtiger – speziell für die Landung, für Surface Operationen aber auch für Rover Fahrzeuge und benötigte Relais. Intuitive Machines dürfte dabei sehr wahrscheinlich eine große, wenn nicht sogar die größte Rolle spielen. Eine dauerhafte Mondpräsenz ist auf Kommunikationssatelliten, präzise Navigation, Oberflächenfunknetze, Datenmanagement und autonome Systeme angewiesen.
Space Technology kann rudimentär in drei Ebenen aufgeteilt werden.
- Transport
- Hardware/Missionen
- Infrastruktur und Services
SpaceX und Blue Origin verkörpern dabei z.B. das Transportsegment. Raketenstarts sind, wie bereite gesagt, zwar spektakulär, aber häufig projektbasiert und margenschwach.
Das Hardwaresegment beinhaltet die Durchführung von Raumfahrtmissionen einschließlich Lander, Rover und sonstiger Module.
Den Bereich Infrastruktur und Services könnte man als die Königsdisziplin ansehen. Hier stehen Kommunikation, Navigation, Daten und Energie im Vordergrund.
Intuitive Machines positioniert sich dabei strategisch äußerst geschickt sowohl auf den Ebenen 2 und 3. Wenn SpaceX „die Eisenbahn zum Mond“ baut, dann könnte Intuitive Machines versuchen, die Telekom, das GPS und Teile der Bodeninfrastruktur des Mondes zu werden.
Intuitive Machines und Hardware
Um unsere Begeisterung für Intuitive Machines zu fundieren, müssen wir aber noch etwas weiter ausholen.
Bei dem Projekt: Space Reactor-1 Freedom (SR1), das Amit Kshatriya, NASA Associate Administrator, anlässlich der Bekanntgabe des NASA Ignition Events am 24.03.26 ausdrücklich erwähnt hat, handelt es sich um eine neue Antriebsart. Diese besteht im Wesentlichen aus einem Kernspaltungsreaktor im All. Dieser Mini-Reaktor liefert um die 20 kW elektrische Leistung und ist extrem effizient, d.h. er liefert viel Schub pro Treibstoff. Brennstoff ist hochangereichertes, aber ziviles Uran.
Nach aktuellem Stand baut dabei die Firma Lanteris Space das Power-and-Propulsion-Element (PPE), bzw. den Raumfahrzeugbus, nicht aber den eigentlichen Kernreaktor. Dieser selbst scheint NASA-/DOE-geführt zu sein, mit noch nicht öffentlich benanntem Hauptauftragnehmer für den eigentlichen Nuklearteil.
Was wir aber wissen ist, dass SR1 als Antrieb für Raumschiffe, die lange Strecken im Sonnensystem zurücklegen müssen, ideal ist und als technologischer Quantensprung gilt.
Lanteris Space, ist ein US-amerikanischer Hersteller von Satelliten und Raumfahrtsystemen mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien. Hervorgegangen ist das Unternehmen, das zu den zentralen Industriepartnern für NASA-, Sicherheits- und kommerzielle Raumfahrtprogramme zählt, aus Space Systems/Loral bzw. später Maxar Space Systems. Seit Januar 2026 gehört es zu Intuitive Machines.
Bei dem Space Reactor-1 Freedom Projekt kooperiert Lanteris Space mit Aerojet Rocketdyne und Busek. Es ist für den Bau dieses Power-and- Propulsion-Elements verantwortlich. Es soll das zentrale Bus- und Antriebsmodul für zukünftige Deep Space Missionen werden. SR-1 ist somit kein „normales“ Raumfahrtprojekt, sondern zukunftsweisend, ermöglicht es doch schnellere Marsmissionen, schwere Nutzlasten, aber auch Missionen weit jenseits von Jupiter, wo die Solarenergie unzureichend schwach ist und als Energiequelle ausfällt. Die erste interplanetare Mission mit einem echten Kernspaltungs-Reaktor als Antrieb ist für 2028 geplant. Dabei geht es in Richtung Mars.
Wir glauben, dass Intuitive Machines schon allein aus dieser Perspektive heraus, als eine vielversprechende Space Company mit Potenzial für zukünftige Größe angesehen werden kann.
Intuitive Machines Transport zum Mond
Intuitive Machines ist einer der wichtigsten CLPS-Anbieter (Commercial Lunar Payload Services1)) neben Firmen wie Astrobotic (private Firma) und Firefly Aerospace.
Diese Infrastruktur-Dienstleistungen sind ein elementarer Bestandteil, der Artemis-Missionen. Intuitive Machines übernimmt die Entwicklung und den Betrieb von kommerziellen Mondlandern (Nova-C), den Transport von NASA-Instrumenten zur Mondoberfläche sowie die Durchführung von robotischen Vorerkundungsmissionen.
Langfristig geht es auch um den Aufbau einer kommerziellen Mondwirtschaft und dies auch außerhalb des NASA-Einflussbereichs. Die Durchführung autonomer Oberflächenoperationen, mit denen Intuitive Machines beauftragt wurde, prädestinieren das Unternehmen perspektivisch für Projekte wie zukünftige Mondminenprojekte, die Errichtung und Versorgung wissenschaftlicher Außenposten, den Betrieb von Rover-Flotten und Energie-/Kommunikationshubs.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass Intuitive Machines, neben Firmen wie Astrobotic und Firefly Aerospace, einer der wichtigsten CLPS-Anbieter ist und als operativer Mondfrachtführer von der NASA genutzt wird.
Wesentliche Eckdaten sind die folgenden absolvierten bzw. noch zu absolvierenden NASA-Missionen:
IM-1 – Odysseus: erste US-Mondlandung seit Apollo-Ära durch Privatfirma (2024)
IM-2 – Südpolmission mit NASA-Technologiedemonstratoren
IM-3 – IM-4: weitere NASA-Lieferungen bereits eingeplant
IM-5 – Nova-D: 2026 neuer großer Auftrag über $180,4 Mio.
All das ist sicherlich keine realistische Perspektive für die nächsten ein bis zwei Jahre. Für einen langfristig orientierten Investor kann es jedoch sehr reizvoll sein, sich bereits zu einem extrem frühen Stadium an einem Unternehmen zu beteiligen, das derartig zentrale Positionen einer lunaren Infrastruktur besetzen will. Es bleibt anzumerken, dass mit Firefly Aerospace (vergl. unser Artikel: Space Technology, die neue Megastory? Teil 1) eine weitere unserer jungen Space Companies in diesem lunaren Infrastruktursegment mitmischt.
Bei Intuitive Machines handelt es sich um ein Investment in die Zukunft, um ein Investment, das mit vielen Risiken verbunden ist. Etwaige Fehlschläge bei der Mondbesiedlung, Mondlandungen sind technisch riskant. Es gilt auch zu berücksichtigen, dass die beiden ersten Lunar Lander Landungen nur als Teilerfolge gewertet werden können, weil man auf schwierigem Terrain nicht aufrecht hat landen können. Diese „Misserfolge“ hat die NASA jedoch keineswegs dazu veranlasst, ihre Intuitive Machines in irgendeiner Form abzustrafen.
Auch politische Risiken, wie ein erneuter Paradigmenshift in der Weltraumpolitik unter einer neuen US-Regierung nach Trump, könnten das von uns positiv gezeichnete Potenzial nachhaltig verändern. Dazu kommt ein hoher Kapitalbedarf und die anfänglich große Abhängigkeit von NASA-Budgets. Auch die Konkurrenzsituation gilt es, nicht zu vernachlässigen.
Strategische Positionierung eines Investments in Intuitive Machines
Ein Investment in Intuitive Machines sehen wir immer als Additum zu einem starken Basisportfolio an, einem Portfolio das aus attraktiven Dividendenaktien zusammengesetzt ist, die dieses Portfolio absichern.
Als zweite Schicht sollte eine ausgewogene Auswahl etablierter Wachstumswerte, Kursgewinne oberhalb des Indexwachstums garantieren. Ein Investment in Intuitive Machines gehört für uns in das dritte Segment unserer KMI-Struktur (vergl. unsere Artikel vom 13.07.25, 20.05.25 und 26.04.25). Hochriskant, aber mit enormen Wachstumsperspektiven ausgestattet, sollten sie maximal 10 – 20% eines Depots ausmachen und auf mehrere, aussichtsreiche kleinere Unternehmen verteilt werden.
Über Intuitive Machines haben wir bereits am 10.11.2024 berichtet. Damals konnte man sich die Aktie zu Kursen von 8,26 USD ins Depot legen. Wir selbst besitzen zwei unterschiedliche große Positionen in verschiedenen Wertpapierdepots. Unsere Einstandskurse liegen nochmals erheblich niedriger bei 8,26 USD bzw. 4,26 USD. Unsere Gesamtposition ist von moderater Größe. Bei dem von uns erhofften mehrjährigen Wachstum kann aber eine signifikante Position heranwachsen. Ein Totalverlust, ist immer schmerzlich, würde unseren Gesamtdepotwert aber nur marginal beeinflussen.
Die spannende Frage ist, ob die aktuellen Kurse ein Investment in Intuitive Machines noch rechtfertigen können. Am 17.04.26 lag der Schlusskurs bei 27,58 USD. Aktuell wird das Papier mit 3,6-fachen des für 2027 erwarteten Umsatz bewertet. Das ist eine eher moderate Bewertung. Auch wenn das Unternehmen bei der aktuellen Artemis II Mission kaum wesentlich beteiligt ist, hat es vom Hype kurstechnisch profitiert. Das anstehende SpaceX IPO dürfte den Blick auf die jungen agilen Space Technology Unternehmen noch einmal verstärken. In einen derartigen Hype sollte man sich nicht hineinkaufen. Wir können uns gut vorstellen, dass sich während des Börsen-Sommerlochs von Juli bis September noch einmal die eine oder andere Gelegenheit ergeben könnte, das Papier zu Kursen unterhalb der 20 USD-Grenze zu erwerben.
Disclaimer:
Jeder Artikel gibt die persönliche Meinung des jeweiligen Verfassers wieder. Diese ist das Ergebnis eigener Recherchen, die nach bestem Wissen und Gewissen und mit großer Sorgfalt durchgeführt worden sind. Es handelt sich dabei nicht um eine Wertpapierberatung bzw. Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren. Vorsorglich wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Erwerb von Wertpapieren mit gewissen Risiken verbunden ist, mit Risiken, die im schlimmsten Fall zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.
Es wird ferner darauf verwiesen, dass Wertpapierkäufe auf sorgfältige eigene Analysen und Recherchen gegründet sein sollten. Weder Retail Investor, noch der/die Verfasser eines Artikels haften für etwaig entstandene Verluste. Zur Erstellung dieses Artikels wurde KI verwendet. Weil nicht jede einzelne Aussage kontrolliert werden konnte, kann der Artikel Unrichtigkeiten aufweisen.
Retail Investor – Klaus-Uwe Becker
Hinweis:
Retail Investor ist im Besitz von Aktien der folgenden Unternehmen: Rocket Lab, Firefly Aerospace, BlackSky Technology, Intuitive Machines, Planet Labs, Redwire, Voyager Technologies, Palladyne und Lockheed Martin
Klaus-Uwe Becker