Astroscale Holdings

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Ein Space Technology Unternehmen mit großer Zukunft?

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von Klaus-Uwe Becker, 10.07.2026

Heute beschäftigen wir uns mit einer Aktie, die der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt sein dürfte. Es handelt sich um ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung unterhalb der Milliardengrenze (rund 0,85 Mrd. USD), dem eine bedeutende Zukunft bevorstehen könnte.

Ehe wir auf dieses Unternehmen näher eingehen, möchten wir uns rechtfertigen. Rechtfertigen, weil wir nicht wirklich in der Lage waren, über interessante Small Caps zu schreiben und unsere frühen Ideen mit unseren Lesern zu teilen. Dies ist eigentlich unsere Absicht.

Bei der aktuellen Börsenlage ist es nicht einfach, junge, aussichtsreiche Unternehmen vorzeitig zu identifizieren. In den letzten Wochen und Monaten gelang es uns zwar, mehrere derartige Aktiengesellschaften aufzuspüren, aber irgendwie waren wir dabei nicht sonderlich mit Glück gesegnet. Entweder wurden bzw. werden die Unternehmen übernommen oder nach unserem Einstieg lief uns der Kurs derartig weg, dass eine positive Einschätzung nicht mehr sinnvoll erschien. Wir selbst konnten nur kleine Positionen aufbauen. Die Kursentwicklung verlief so rasant, dass wir nicht ernsthaft daran denken konnten, eine substantiierte Analyse vorzulegen.

Unsere SkyWater Technology Aktien, die wir für 9,71 USD gekauft hatten, wurden bzw. werden von IONQ aufgekauft. Sie notieren mittlerweile bei rund 35 USD. Auch die Tatsache, dass sich Aktien der übernehmenden AG – IONQ – seit längerem ebenfalls in unseren Depots befinden, tröstet da wenig.

Aehr Test Systems haben wir für 13,18 erworben. Über den zwischenzeitlichen Höchstkurs von 126,62 USD freuten wir uns natürlich. Aber auch Kurse um den 80 USD-Bereich, sehen wir als zu optimistisch an.

QuickLogic hatten wir für 8,20 USD gekauft und damit als noch vergleichsweise attraktiv bewertet angesehen. Nach einem kurzen Exkurs auf über 24 USD, dürfte auch der aktuelle Kurs um 16 USD keine wirklich günstige Einstiegsgelegenheit darstellen.

Aber nun zu unserem Unternehmen, dem mit einiger Wahrscheinlichkeit eine interessante Zukunft bevorstehen dürfte. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um eine Mischung aus Tankstellenbetreiber, Müllabfuhr und mobilem Reparaturdienst, der allerdings nicht auf der Erde, sondern im All betrieben wird.

Astroscale Logo

Astroscale Holdings heißt das junge, entwicklungsfähige Unternehmen, mit dem wir uns ein wenig genauer befassen werden. Damit beschäftigen wir uns erstmalig mit einer japanischen Aktiengesellschaft. Neben den Fundamentals dürfte für Investoren von Bedeutung sein, dass dieses Papier auch in Deutschland gehandelt wird und z.B. günstig über Trade Republic gekauft werden kann.

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Das Astroscale Geschäftsmodell

Astroscale Holdings Inc. ist ein New-Space-Unternehmen, das sich auf sogenannte On-Orbit Services (Dienstleistungen im Erdorbit) spezialisiert hat. Es baut ein Geschäftsmodell, rund um die wachsende Problematik von Weltraumschrott – Space Debris – und Satellitenwartung im Orbit auf. Sein IPO hatte es am 5. Juni 2024 an der Tokyo Stock Exchange (Growth Market).

Die aus 4 vier Kernbereichen bestehende Seele des Geschäfts lässt sich wie folgt beschreiben. Active Debris Removal (ADR), Satellite Life Extension (LEX), In-Situ Space Situational Awareness (ISSA) und End-of-Life Services (EOL).

Unter Active Debris Removal (ADR) ist die Entfernung von defekten Satelliten oder Raketenteilen aus dem Orbit zu verstehen, also quasi eine Art Weltraum-Abschleppdienst und Müllabfuhr.

Satellite Life Extension (LEX) befasst sich mit der Verlängerung der Lebensdauer bestehender Satelliten durch Andocken, Warten und Auftanken.

In-Situ Space Situational Awareness (ISSA) konzentriert sich auf die Inspektion anderer Satelliten im Orbit mit Schwerpunkten, wie z.B. Schadensanalyse oder Zustandsprüfung.  

End-of-Life Services (EOL) zielt auf das kontrollierte De-Orbiting von Satelliten – sprich auf das gezielte Entfernen eines Satelliten oder Weltraumobjekts aus seiner Umlaufbahn (Orbit).  Dank der Astroscale Dienstleistung soll es kontrolliert in die Erdatmosphäre eintreten, dort verglühen oder in eine sichere Entsorgungsbahn gebracht werden. So möchte man verhindern, dass Satelliten zu Weltraumschrott werden.

Aktuell existiert nur ein einziges, börsengängiges Pure Space-Debris Play. Also ein Unternehmen, dass sich ausschließlich mit der Entsorgung von Weltraummüll befasst und das ist Astroscale Holdings. Wir halten das für bemerkenswert. Um die Relevanz und Dringlichkeit der Space-Debris Problematik zu verstehen, müssen wir uns jedoch tiefer in die Materie und die aktuelle Sachlage eingraben.

Foto 1 Provisioner Astroscale
Bildquelle: Astroscale - Provisioner™

Provisioner, ein 300-Kilogramm schweres Service-Raumfahrzeug, kann mehrere Betankungsoperationen oberhalb des geostationären Orbits durchführen. Es ist für Manövrierfähigkeit ausgelegt und trägt einen nachfüllbaren Hydrazintank, sodass die Betankung eines Kundenraumschiffs unterstützt wird, aber auch ein durchgängiges Betankungssystem für Kunden, Dienstleister und Depots im All ermöglicht wird. Startbereit: 2026

Satelliten im All

Stand Mitte 2026 umkreisen ca. 12.000–13.000 aktive Satelliten die Erde. Rund 80–85 % aller aktiven Satelliten, also ca. 10.600 gehören indirekt zu SpaceX. Der Rest entfällt auf OneWeb (Betreiber: Eutelsat GB), Amazon Kuiper und China Guowang / Qianfan – Chinas Satelliten Internet. Hinzu kommen ungefähr 1.500 – 2.000 Satelliten staatlicher, militärischer oder sonstiger Betreiber.

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Zum besseren Verständnis der Dimensionen, über die wir hier reden, muss man wissen, dass die in der obigen Tabelle für SpaceX aufgeführte Satellitenzahl sich ausschließlich auf Starlink-Satelliten bezieht. Die erforderlichen Satelliten für die von Elon Musk angedachten orbitalen AI-Rechenzentren sind darin keineswegs enthalten.

Anfang 2026 hat SpaceX laut FCC-Unterlagen – der Federal Communications Commission die US-Behörde, die Funkfrequenzen und Kommunikationssysteme reguliert, einen Plan eingereicht, der die Stationierung von bis zu 1 Million Satelliten vorsieht. Selbst wenn nur ein geringer Teil davon realisiert werden würde, wird deutlich, dass Space Debris, ein elementares Problem werden wird, denn ein sauberer, erdnaher Raum (Low Earth Orbit) ist eine wesentliche Voraussetzung für eine funktionierende industrielle Infrastruktur.

Ein weiterer, wesentlicher Gesichtspunkt für unsere Analyse ist die Lebensdauer von Satelliten. Diese hängt stark vom Einsatzzweck und der Umlaufbahn ab. Aber auch wenn man nur über grobe Durchschnittswerte verfügt,  helfen diese dabei, sich ein genaueres Bild darüber zu machen, welche Auswirkung Satelliten auf das Zustandekommen von Space-Debris haben.

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Folgt man den Angaben der Tabelle, kann man eine Satellitenlebensdauer zwischen 5 und 20 Jahren ansetzen. In diesem Zusammenhang ist es naheliegend, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob es die Absicht gibt, die Lebensdauer zukünftiger Satelliten zu verlängern. Interessant ist, dass es dabei zwei diametrale Konzepte gibt. Bei sogenannten Higher-End Satelliten wird man versuchen, die Lebensspanne so weit wie möglich zu strecken.

Über effizientere elektrische Antriebe – Ionentriebwerke statt chemischen Treibstoffs, bessere Strahlenabschirmung gegen kosmische Strahlung, robustere Solarzellen sowie den Einbau von redundanten Systemen, versucht man tatsächlich, die Lebensspanne zu verlängern.

Eine besonders interessante Maßnahme zur Verlängerung besteht im sogenannten In-Orbit-Servicing. Dahinter verbirgt sich die Reparatur oder das Auftanken im All. Und hier kommt Astroscale ins Spiel. Denn das In-Orbit-Servicing ist nichts anderes, als das, was Astroscale als Satellite Life Extension (LEX) Geschäftsmodell ausweist. Offensichtlich sichert sich die junge japanische AG relativ früh eine Art Pole-Position in diesem neuen Geschäftsmodell.

Aber selbst bei einer Optimierung der Lebensdauer wird jeder Satellit irgendwann außer Betrieb gehen und zu Weltraumschrott werden. Auch hier bietet Astroscale eigene Dienstleistungen an. Der Bereich End-of-Life Services (EOL) ist punktgenau auf das kontrollierte De-Orbiting von Satelliten ausgerichtet. Satelliten oder Weltraumobjekte sollen aus ihrer Umlaufbahn gebracht werden, um entweder zielgerichtet beim Eintritt in die Erdatmosphäre zu verglühen oder aber in eine sichere Entsorgungsbahn gebracht werden. Auf diese Art und Weise wird das All von Weltraumschrott befreit werden.

Alle sogenannten Mega-Satelliten-Konstellationen weisen eine kürzere Lebensdauer auf. Firmen wie SpaceX (Starlink), Eutelsat (OneWeb), Amazon (Project Kuiper) setzen bewusst auf kürzere Zyklen von etwa 5 Jahren, weil Technologie schnell veraltet, laufend leistungsfähigere Generationen gestartet werden und eine günstigere Massenproduktion den Ersatz wirtschaftlich macht. Dieser Ansatz ähnelt eher dem Modell der Smartphone-Industrie als dem der klassischen nachhaltigen Raumfahrt.

Dass zukünftig wesentlich mehr Satelliten und sonstige Objekte durchs All schweben werden, darf vor dem aufgezeigten Hintergrund als gesichert angesehen werden. Spätestens an dieser Stelle tritt die Frage in den Vordergrund, wie groß die aktuelle Gefahr von Kollisionen eigentlich real ist. Dabei ist zwischen tatsächlich erfolgten Kollisionen und Beinahe-Kollisionen (Conjunction Events), also Situationen, in denen Ausweichmanöver nötig werden, zu unterscheiden.

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Kessler Syndrom

Die nächste, schematische Übersicht macht deutlich, die Beinahe-Kollisionen nehmen exponentiell zu. Dass dies kein Zufall ist, sondern einer Gesetzmäßigkeit folgt, wir durch die nachfolgende Grafik zum sogenannten Kessler Syndrom anschaulich verdeutlicht.

Skizze Kessler Dyndrom

Dieses Syndrom benannt nach Donald J. Kessler, beschreibt ein Szenario, bei dem sich der Weltraumschrott im Erdorbit so stark vermehrt, dass Zusammenstöße zwischen Objekten eine Kettenreaktion auslösen. Ein Satellit oder Trümmerteil kollidiert mit einem anderen Objekt, wodurch tausende neue Trümmerstücke entstehen. Diese treffen wiederum auf weitere Satelliten oder Trümmer. Die Zahl der Kollisionen steigt exponentiell. Die Konsequenz ist, bestimmte Umlaufbahnen vor allem im LEO – Low Earth Orbit, werden langfristig kaum noch nutzbar.

Das aktuell größere Problem sind jedoch nicht die bisherigen Kollisionen, sondern die rapide ansteigende Zahl sogenannter Close-Approaches (Beinahekollisionen), dichter Annäherungen unterschiedlicher Objekte im All.

Screenshot
Foto 2 Cosmic Debris Service
Bildquelle: Astroscale - COSMIC-Debris-Service

Der Cosmic Debris Service von Astroscale wird durch ein Patent (17.12.25) zum Einfangen und Warten von taumelnden Objekten im Weltraum gestärkt. Diese Innovation ermöglicht der Wartungseinheit, sich taumelnden Kundenobjekten sicher zu nähern und sich mit ihnen bei deutlich reduziertem Treibstoffverbrauchzu synchronisieren. Mithilfe eines Robot erarm-Erfassungssystems greift man auf die inaktiven Satelliten zu. Aktuell befindet sich das System noch in der Entwicklung. Erster Kunde ist die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA).

Kosten

Die ökonomischen Kosten durch Orbit-Korrekturen, Kollisionsvermeidung, vorzeitigen Satellitenverlust und steigende Debris-Dichte sind bereits erheblich und steigen exponentiell mit der Zahl der Satelliten. Die viel zitierte Adilov Studie (Adilov et al.) aus dem Jahr 2023 schätzt sie auf 86–103 Mio. US-Dollar jährlich weltweit. Davon entfallen 79–102 Mio. USD allein im LEO (Low Earth Orbit) an. Das scheint angesichts der riesigen Summen, die in die Space Technology investiert werden, überschaubar zu sein, bezieht allerdings nicht das geplante, explosive Wachstum für Satelliten ein. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Annahmen, die dieser Studie zugrunde liegen, zwischenzeitlich überholt sein dürften.

Die Kosten für regelmäßige Ausweichmanöver zwecks Kollisionsvermeidung ziehen einen erhöhten Treibstoffverbrauch nach sich, der wiederum die Lebensdauer der Satelliten verkürzt, aber auch temporäre Unterbrechungen von Missionen zur Folge hat. Ein verlorener, moderner Satellit kostet im Bau zwischen 50–300 Mio. USD. Dazu kommen Startkosten in Höhe von 20–80 Mio. USD. Auch zwischenzeitlich entgangene Umsätze laufen in Millionenhöhe auf. Erste Konsequenzen bestehen darin, dass die Versicherungsprämien für Satelliten ansteigen und sich Versicherungen sogar grundsätzlich weigern, Versicherungsschutz für Satelliten anzubieten.

 Wenn wir einmal alle Fakten komprimiert resümieren, haben wir auf der einen Seite ein extrem stark anwachsendes Satellitenaufkommen, welches die vorgegebene Umlaufbahn verlieren kann, zwangsläufig nach 3 bis maximal 20 Jahren außer Dienst geht und entsorgt werden muss. Dieses Szenario paart sich mit exponentiell ansteigenden Beinahe-Kollisionen von Objekten im All. Über Allem schwebt der bereits bestehende und zukünftig noch in erheblich größerem Umfang anfallende Weltraumschrott, der sich nach dem Kessler Syndrom vermehrt.

Auf der anderen Seite gibt es ein Unternehmen namens Astroscale, welches defekte Satelliten oder Raketenteilen aus dem Orbit entfernen kann, die Lebensdauer bestehender Satelliten durch Andocken, Wartung und Auftanken verlängern kann, die Inspektion anderer Satelliten im Orbit durchführen kann. Eine Schadensanalyse oder Überprüfung des technischen Zustands kann vorgenommen werden. Für uns sieht das nach einem Perfect Fit, nach einem sehr lukrativen Investment aus.

Eigene Grafik Zahlen
Grafik: D. Mark
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In den letzten Monaten gab es bei Astroscale Holdings Inc. mehrere kapitalmarkt­relevante Maßnahmen. Im Juni 2026 hat Astroscale laut Marktberichten rund ¥10 Milliarden neues Kapital aufgenommen. Das sind ca. 69–70 Mio. USD beim aktuellen Wechselkurs. Das Kapital wird benötigt zur Finanzierung des weiteren Ausbaus von On-Orbit Servicing, Satellitenwartung und Infrastruktur.

Wesentliche Aspekte sind das für 2027 und 2028 erwartete große Umsatzwachstum, das auf mehr Regierungs- und ESA/JAXA/US-DoD-Aufträgen (US Department of Defense) beruht. Positiv ist auch, dass der Kapitalmarkt bereit zu sein scheint, weiteres Wachstum zu finanzieren. Allerdings dürften bei der aktuell sehr hohen Cash Burn Rate weitere Kapitalerhöhungen in den nächsten 12–18 Monaten anstehen, falls kein großer kommerzieller Durchbruch kommt. Astroscale ist aktuell kein Cashflow-finanziertes Unternehmen, sondern ein klassischer Deep-Tech/Space Infrastructure Builder, der technologisch sehr spannend ist und über ein enormes Marktpotenzial verfügt. Letztendlich passt das ins typische Profil eines noch stark wachsenden, noch nicht profitablen Space-Tech-Unternehmens.

Konkurrenz und finale Bewertung

Wie bereits erwähnt, ist Astroscale aktuell das einzige börsengängige Unternehmen, dessen Kerngeschäft ein frühes Infrastruktur-Investment in Space Debris ist. Die sichtbare Konkurrenz ist zwar erheblich größer und finanzstärker, betreibt die Beseitigung von Weltraumschrott jedoch nicht als Geschäftsschwerpunkt. Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht dies eindrucksvoll.

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Zusätzliche Konkurrenz erwächst Astroscale schwerpunktmäßig aus Unternehmen, die momentan noch nicht börsengängig sind, mittelfristig aber ihr Börsendebut, ihr IPO, anstreben dürften. Anleger sollten dabei ein Auge auf die nachfolgenden Space Technology Unternehmen haben.

Katalyst Space Technologies ein privates Unternehmen mit Sitz in Flagstaff, Arizona welches ein Servicing Raumschiff für den ON-Orbit-Service konstruiert hat. Dieses Raumfahrzeug, Projektname LINK, soll das über 20 Jahre alte Neil Gehrels Swift Observatory erreichen, den Satelliten einfangen und dessen Umlaufbahn über mehrere Monate schrittweise anheben. Am 27. Juni 2026 war der Start dieser Mission erfolgreich verlaufen. 

Das zweite Unternehmen ist Starfish Space, ein innovatives junges Unternehmen, gegründet von ehemaligen Blue Origin (Inhaber Jeff Bezos) Ingenieuren. Das Unternehmen verfolgt ein kostengünstiges modulares Servicing Konzept, setzt also nicht auf große, teure Raumschiffe.

Orbit Fab konzentriert sich auf die Betankung von Raumfahrzeugen. Dabei will es Raumfahrzeuge zu wiederverwendbaren Plattformen weiterentwickeln. Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen, gilt als einer der Pioniere kommerzieller Treibstofflogistik im Weltraum. 

Fazit

Wenn man „zukünftige Compounder im Space Economy Segment“ mit einer eindeutigen Ausrichtung auf Weltraummüll sucht, kommt man an Astroscale Holdings nicht vorbei. Zugegebenermaßen ist es ein frühes Investment, welches im Erfolgsfall zwar hohe Renditen verspricht, aber auch riskant ist.

Astroscale schreibt keine schwarzen Zahlen und wird dies auf einige Zeit auch nicht tun können. Wäre es ein US-amerikanisches Unternehmen, würden wir uns bei unserem Investment noch etwas wohler fühlen. Andererseits spricht jedoch gerade die Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Unternehmen und Organisationen für Astroscale. Darunter befinden sich mit Digantara und Bellatrix Aerospace zwei indische Unternehmen, mit Exotrail ein französisches sowie mit Honda ein bekanntes japanisches Unternehmen. Dazu kommen gemeinsame Projekt mit der Japan Aerospace Exploration Agency, der United States Space Force, aber auch mit SKY Perfect JSat. Das ist Japans führender kommerzieller und einer der größten Satellitenbetreiber im asiatisch-pazifischen Raum. Sollte es für Astroscale schwierig werden, sich auf dem amerikanischen Markt gegen die heimische Konkurrenz durchzusetzen, verbleibt mit Europa sowie dem asiatisch-pazifischen Raum ein mehr als ausreichend großer Markt.

In der Vergangenheit haben japanische Unternehmen hinreichend bewiesen, dass sie international erfolgreich sein können. Bei dem aktuell etwas angespannten politischen Verhältnis zwischen Europa und den USA wird es für ein junges, japanisches Unternehmen leichter fallen, an größere europäische Aufträge zu gelangen. Dass Japaner bewiesen haben, dass sie auch technologischen Fortschritt können, muss nicht betont werden. Wir sehen in Astroscale Holdings ein äußerst interessantes und frühes Investment, aufgestellt in einem Geschäftsfeld, das mit einem sehr breiten Burggraben versehen ist. Man muss hoffen, dass sich hier der Vorteil, Prime Mover zu sein, auszahlt. Es sollte in einem überschaubaren Umfang in ein ausreichend gesichertes, einkommensstarkes Aktiendepot integriert werden.

Disclaimer:

Jeder Artikel gibt die persönliche Meinung des jeweiligen Verfassers wieder. Diese ist das Ergebnis eigener Recherchen, die nach bestem Wissen und Gewissen und mit großer Sorgfalt durchgeführt worden sind. Es handelt sich dabei nicht um eine Wertpapierberatung bzw. Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren. Vorsorglich wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Erwerb von Wertpapieren mit gewissen Risiken verbunden ist, mit Risiken, die im schlimmsten Fall zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.

Es wird ferner darauf verwiesen, dass Wertpapierkäufe auf sorgfältige eigene Analysen und Recherchen gegründet sein sollten. Weder Retail Investor, noch der/die Verfasser eines Artikels haften für etwaig entstandene Verluste. Zur Erstellung dieses Artikels wurde KI verwendet. Weil nicht jede einzelne Aussage kontrolliert werden konnte, kann der Artikel Unrichtigkeiten aufweisen. 

Retail Investor – Klaus-Uwe Becker

Hinwei

Retail Investor ist im Besitz von Astroscale Holdings Aktien.

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Klaus-Uwe Becker